Ölwechsel mit Tücken


Auch die Geschichte ist schon viele Jahre her:
Es war an der Zeit, dass mein damaliger SAAB 900 Turbo einen Ölwechsel brauchte. Also fuhr ich zum Freundlichen SAAB-Händler, der den Ölwechsel mal eben schnell machen wollte.
Auf die Bühne, altes Öl samt Filter raus, neuer Filter rein und dann folgte das neue Öl, das mit vielen aufeinander folgenden Halb-Liter-Messbechern eingefüllt wurde.
Anschließend den Peilstab ins Auto, Füllstand prüfen und fertig! Fertig? – Das wäre zu einfach gewesen!
Denn da kam der große Schreck: Der Ölstand war weit über Maximum!
Der Meister verdreht die Augen und wirft dem Gesellen vor, sich bei der Anzahl der Kannen verzählt zu haben.
Also Öl wieder ablassen, und Öl wieder einfüllen. Jetzt zählen Meister und Geselle gemeinsam….

Dann wieder den Peilstab hinein, rausziehen, weit über Maximum…. Ratlosigkeit macht sich breit.
Also die Prozedur noch einmal – kann man denn wirklich so falsch zählen?
Und was soll ich sagen, natürlich war nach der Probe mit dem Peilstab der Stand wieder über Maximum.

In diesem Moment schaut der Mechaniker, der an einem anderen SAAB 900 auf der benachbarten Hebebühne herumschraubte zu uns herüber und ruft nur:
“Hey, das ist mein Peilstab!”  Und schlagartig grinste man sich an, verdrehte etwas ungläubig die Augen und begann zu lachen.

Was war passiert: Zum Einfüllen des neuen Öls, muss der Peilstab entfernt werden. Dieser wurde auf die Werkbank gelegt.
Dort lag aber auch der Peilstab des SAAB 900 von der Nachbarbühne. Da es sich um einen 8V-Motor und einen 16V-Motor handelte, waren die Peilstäbe unterschiedlich lang und wurden schlicht und ergreifend verwechselt…..
Der Unterschiede wäre eigentlich an der unterschiedlichen Farbe des Deckels erkennbar gewesen (rot oder schwarz), aber das war in der Hektik Niemandem aufgefallen….


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